Windows-Tipps.de
Tipp Nr. 148: Verzögerten Start bei eingebauter Netzwerkkarte verhindern
3 Gäste online
152 Tipps in der Datenbank
0 neue Einträge im Forum
IconNeuigkeiten
Icon10 neueste Tipps
IconZufallstipp...
IconTipps anzeigen
IconTipps suchen
Icon
Tipp Nr.
IconSoftware
IconHilfe-Forum
IconForum-Suche
IconUmfragen
IconUnterstützen...
IconWeiterempfehlen
IconLinks
IconInformationen
IconNewsletter
IconKontakt

IconStartseite
 
28.08.2003Win XP
Nr. 148:   Verzögerten Start bei eingebauter Netzwerkkarte verhindernAnspruchsvollerer Tipp
Viele Windows XP-PCs, in die eine Netzwerkkarte eingebaut ist (egal, ob sie zum Anschluss an ein Netzwerk oder nur zur Verbindung mit einem DSL-Modem genutzt wird), zeigen ein scheinbar merkwürdig Verhalten: Nachdem Windows schon fast komplett hochgefahren ist und man eigentlich anfangen könnte, zu arbeiten, lässt sich mit dem PC nur sehr zögerlich oder gar nicht arbeiten. Nach spätestens einigen Minuten verhält sich der PC dann wieder völlig normal.

Wie auch mehrere Themen in unserem Forum bestätigen, liegt das Problem häufig an folgendem Sachverhalt: In den meisten Netzwerken wird das Protokoll TCP/IP eingesetzt, für die Kommunikation von Netzwerkkarte und DSL-Modem (bzw. Router) ist es sogar zwingend erforderlich. Ein (Netzwerk-)Protokoll legt Regeln fest, unter welchen Voraussetzungen und auf welche Weise Daten ausgetauscht werden.

Bei TCP/IP hat jedes Gerät im Netzwerk eine Adresse, die so genannte IP-Adresse. Sie besteht aus vier Zahlenblöcken, die jeweils einen Wert zwischen 0 und 255 haben können (2 hoch 8). Ist eine solche Adresse nicht festgelegt, versucht Windows XP sie beim Start des PCs von einem sogennanten DHCP-Server zu beziehen. Ein solcher Server ist dafür zuständig, dass den Geräten im Netzwerk dynamisch IP-Adressen zugewiesen werden, also auf Anforderung.

Ob Sie den Tipp nutzen können, richtet sich nun nach Ihrem Netzwerk. In klassischen Heimnetzwerken gibt es in der Regel keinen solchen Server. Daher wartet Windows XP unnötigerweise auf eine Antwort und bremst zwischenzeitlich den PC aus. Setzen Sie allerdings DSL bzw. einen anderen Breitbandzugang in Verbindung mit einem Router ein, wie er häufig von Telekommunikationsanbieter im Rahmen von Komplettpaketen ausgeliefert wird, so weist dieser den angeschlossenen PCs wahrscheinlich automatisch IP-Adressen zu - per DHCP.

Ob Ihrem PC automatisch eine IP-Adresse zugewiesen wird, läßt sich einfach überprüfen. Nutzen Sie hierfür Tipp Nr. 129. Sollten dem PC keine Internet-Adresse zugewiesen sein, erfolgt die Vergabe in Ihrem Netzwerk offenbar ohne DHCP-Server.

Falls Ihrem PC keine IP-Adresse zugewiesen wird: Das Problem lässt sich einfach durch die Vergabe eine festen IP-Adresse lösen. Und das geht so:

Klicken Sie auf "Start | Einstellungen | Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen", dann mit Rechts auf die "LAN-Verbindung" und wählen aus dem erscheinenden Menü "Eigenschaften". Hier markieren Sie "Internetprotokoll (TCP/IP)" und klicken wiederum auf "Eigenschaften". Es erscheint ein weiteres Fenster, in dem Sie die Option "Folgende IP-Adresse verwenden:" aktivieren. Wichtig sind jetzt nur die Angaben "IP-Adresse" und "Subnetzmaske". Das "Standardgateway" und alle Dinge weiter unten im Fenster sollten Sie nicht bearbeiten. Als IP-Adresse bietet sich "192.168.0.10" an. Bitte beachten Sie, hier nicht irgendeine Adresse anzugeben. Der Anfang "192.168.*.*" ist für lokale Netzwerke gedacht (die Sternchen stehen für beliebige Werte zwischen 0 und 255). Verwenden Sie bei den ersten beiden Zahlenblöcken andere Werte, könnte dies zu Konflikten führen (der Hintergrund hierzu würde den Rahmen des Tipps deutlich sprengen). Als "Subnetzmaske" verwenden Sie "255.255.255.0" (der Hintergrund würde erneut den Rahmen sprengen...).

Danach klicken Sie zweimal hintereinander auf "OK" und starten den PC neu. In den meisten Fällen ist das Problem damit behoben. Sollten Sie keine Internet-Verbindung mehr bekommen und einen Router einsetzen, so ziehen Sie das Handbuch desselben zu Rate und prüfen Sie gegebenenfalls dessen Konfiguration. Die ersten drei Stellen der IP-Adresse sollten mit denen des Router übereinstimmen. Ist der Router also etwa als "192.168.2.1" konfiguriert, vergeben Sie Ihrem PC die "192.168.2.10", weiteren PCs "192.168.2.11", "192.168.2.12" usw.

Profi-Tipp:
Sollten Sie einen Router einsetzen und dieser die IP-Adressen per DHCP vergeben, haben Sie in der Regel dennoch die Möglichkeit, feste IP-Adressen zu vergeben. Dies sorgt allerdings nur für einen minimalen Geschwindigkeitszuwachs. Die meisten Router bietet die Möglichkeit, den Bereich der vergebenen Adressen zu beschränken. Hat der Router etwa die Adresse "192.168.2.1", bietet es sich an, den Bereich "192.168.2.10" bis "192.168.2.100" für die dynamische Vergabe festzulegen. Damit erhalten Sie sich die Möglichkeit, Geräte an das Netzwerk anzuschließen, die dann sofort funktionieren. Den ständig angeschlossenen Geräten geben Sie Adressen von "192.168.2.101" bis "192.168.2.255" (Achtung: manche Router reservieren "192.168.2.254" oder "192.168.2.255" für sich.). Die entsprechende Optionen finden Sie in den (erweiterten) Netzwerkeinstellungen des Routers. Häufig ist die Option als "IP Range" oder ähnlich bezeichnet.

Aktualisiert am 14.11.2008.
Druckbare Version anzeigen lassen... Druckbare Version...
Diesen Tipp als eMail versenden... Diesen Tipp als eMail versenden...
-Tim Majchrzak


Bitte bewerten Sie diesen Tipp:
Absolut super  sehr nützlich  ganz gut  weniger nützlich  sehr schlecht
Dieser Tipp wurde bisher 127 mal bewertet und für sehr nützlich befunden!
Einen Tipp zurueck springenEinen Tipp zurueck springenEinen Tipp vor springenEinen Tipp vor springen

© Copyright 2000-04 Tim Majchrzak - Impressum
Hinweise zum Copyright und Haftungsausschluss