Windows-Tipps.de
Software-Test: Ad-aware 5.83
4 Gäste online
152 Tipps in der Datenbank
0 neue Einträge im Forum
IconNeuigkeiten
Icon10 neueste Tipps
IconZufallstipp...
IconTipps anzeigen
IconTipps suchen
Icon
Tipp Nr.
IconSoftware
IconHilfe-Forum
IconForum-Suche
IconUmfragen
IconUnterstützen...
IconWeiterempfehlen
IconLinks
IconInformationen
IconNewsletter
IconKontakt

IconStartseite
 
Name der Software:Lavasoft Ad-aware
Vorliegende Version:5.83
Für die Betriebssysteme:Win 95/98/ME/NT4/2000 und XP
Download:http://www.lavasoftusa.com
 
Autor des ArtikelsThomas Majchrzak


Wenn Sie die Bildschirmfotos (Screenshots) im Text anklicken, erhalten Sie eine vergrößerte Ansicht

Bitte beachten Sie: Aufgrund der stetigen Weiterentwicklung der beschriebenen Software ist dieser Artikel für die neueste Version von Ad-aware nicht mehr geeignet.

  Programmhintergrund und -beschreibung
Die Firma Lavasoft bietet als Freeware das Programm Ad-aware an. Der Name kommt von der fast gleichnamigen Addware, nur dass der Name ausdrückt, dass es genau vor dieser Art von "Zusatzbeilage" schützt. Addware bzw. Spyware kann bei Software eingebaut sein, um Informationen vom Nutzer zu bekommen. Es bleibt dann etwas im Betriebssystems, das teilweise kontinuierlich auch vertrauliche Informationen an ominöse Firmen weitergeben kann. Hiervon zeugen z.B. Cookies und Registrierungsschlüssel oder in schlimmen Fällen ganze Dateien. Ziel der Add- oder Spyware ist es, dies ohne Kenntnis des jeweiligen Nutzers zu tun. Meistens taucht dies aber nur in Form eines Cookies auf - mehr dazu später. Nicht jede Addware ist gleichzeitig Spyware, jedoch gilt dies in den meisten Fällen. Am häufigsten, aber bei weitem nicht nur, ist Spyware bei File-sharing Programmen (z.B."KaZaA", "Audiogalaxy", "eDonkey" u.a.) dabei. Einige werden sich wahrscheinlich wundern, wie viele verdächtige Dateien Ad-aware finden wird. Selbst beim normalen surfen auf vermeidlich seriösen Seiten kann man sich schnell mal einen "bösen" Cookie einfangen. Cookies sind ja ganz normale Elemente, die nicht weiter schlimm sind, jedoch gibt es leider auch Cookies von Firmen, die Spyware publizieren. Auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, Spyware ist zum größten Teil nicht illegal - also heißt es: Ad-aware starten und sich vom "Ungeziefer" befreien! Ich nutze dieses Programm seit einiger Zeit selber und war überrascht, wie viel es gefunden hat obwohl ich sehr beim Surfen im Internet aufpasse.

Das Programm ist sehr übersichtlich und überzeugt durch Effizienz und Gründlichkeit. Alles ist sehr einfach, und man kann sehr schnell "mal eben" einen Scan durchführen und ihn im Hintergrund laufen lassen. Das Vorgehen des Programms ist dabei vergleichbar mit dem eines Virenscanners. Wenn der Scan beendet ist, kann man die verdächtigen Dateien auswählen und löschen. Ebenfalls ist es möglich, sie zu sichern, sollte man doch einmal eine Datei erwischen, die man wieder benötigt.



  Schritt für Schritt-Anleitung
Download und Installation
Zuerst besorgen wir uns das Programm von http://www.lavasoftusa.com.
Wir wählen "Downloads" aus dem oberen Menü aus und nehmen einen Mirror (einen Standort, auf dem das Programm angeboten wird).
5.83 ist die zum Zeitpunkt dieses Berichts aktuelle Version. Eigentlich sind alle Mirrors sehr schnell, falls Sie andere Erfahrungen gemacht haben, oder Empfehlungen für einen besonders guten, deutschen Mirror haben, teilen sie dies bitte im Software-Forum mit. Gleichzeitig lohnt es sich, herunterzuscrollen und ein "language module" herunterzuladen. Wir wählen "Deutsch" aus - in Bruchteilen von Sekunden sollte es bei ihnen sein (es ist nur 4.21 KB groß). An dieser Stelle ein direkter Link zum deutschem Modul.

Am besten werden beide Dateien auf dem Desktop abgelegt. Mit einem Doppelklick wird das Installationsprogramm von Ad-aware gestartet. Hier folgen wir einfach den Vorgaben.
Danach wird das Sprachmodul installiert. Die *.zip-Datei muss zunächst mit einem Packprogramm wie z.B. Winzip oder Winrar entpackt werden. Bei der Datei ist Lavasoft jedoch ein kleiner Fehler unterlaufen. Wenn man die *.zip-Datei nach Beschreibung in den Ordner "\lang" im Ad-aware Verzeichnis packt, wird automatisch noch einmal ein Order "\Deutsch" erstellt. Dann funktioniert die Sprachauswahl nicht. Deshalb unbedingt die Dateien (Deutsch.ini und Deutsch.bmp - der Rest sind nur beschreibende Textdateien) direkt in das "\lang"-Unterverzeichnis des Ad-aware-Ordners entpacken.


Arbeiten mit dem Programm
Dann mal los, Ad-aware kann man über das Startmenü starten ("Start | Programme | Lavasoft Ad-aware | Ad-aware"). Sofort hat man einen Überblick:
Screenshot

Screenshot Zuerst klicken wir auf "customize Ad-aware" und wählen bei "Language" "Deutsch" aus. Die Übersetzung ist zwar teilweise nicht hundertprozentig richtig, aber durchaus passabel, verständlich und ausreichend. Weiter geht es mit der Schaltfläche "Proceed". Daraufhin erscheinen die Bedienelemente in deutscher Sprache.
Screenshot Wählen Sie auf der linken Seite aus, welche Teile ihres Systems gescannt werden sollen, indem sie diese mit einem Häkchen versehen. Beim ersten Mal sollten Sie vor alle angebotenen Punkte ein Häckchen machen, mit Ausnahme von "A (Removable)".

Screenshot Die Schaltfläche in der Mitte des Programms neben dem Schriftzug "System scannen" und die Schaltfläche rechts unten, "Start", haben die gleiche Funktion.
Starten wir mit einem Scan!

Das Programm arbeitet nun einige Minuten, Sie können in diese Zeit problemlos etwas anderes mit dem PC machen.

Screenshot Je nachdem, was das Programm gefunden hat, können sie diese "Störenfriede" nun entfernen. Dies können Cookies sein, Verzeichnisse, Dateien aber auch Registrierungsschlüssel. Bei Sachen, bei denen sie sich nicht ganz sicher sind, wozu diese gehören, machen sie lieber ein Backup. Dazu klicken Sie auf "Backup" und wählen ein Verzeichnis aus, in dem die Sicherheitskopie abgelegt werden soll. Es bietet sich z.B. an, ein neues Verzeichnis "Sicherung" im Ordner von Ad-aware anzulegen. Das Programm sichert nach einem Klick alle Dinge, die mit einem Häckchen versehen sind.

Denn Vorsicht! Manche Programme laufen ohne die Spyware nicht mehr. Ich würde dann zwar empfehlen, diese Programme gar nicht mehr zu nutzen, aber vielleicht wollen sie ja ein Programm dennoch unbedingt weiter gebrauchen.

Klassiker für als verdächtig erkannte Elemente sind z.B. "Gator", "fastklick" und "valueclick". Diese tauchen sehr häufig in Form eines Cookies auf. Schon ein Besuch auf "gator.com" (extra nicht mit Link versehen) kann ihnen neue Cookies einbringen, die Ad-aware als Spyware-Cookies entlarvt.
Gerade beim Entfernen von Registrierungsschlüsseln sollten sie lieber ein Backup erstellen. Wenn einmal solch ein Fall eintreten sollte, dass ein Programm, welches Sie auf jeden Fall weiternutzen möchten, nach einer Säuberung nicht mehr läuft, können Sie im Anfangsmenü vom Ad-aware unter "Backup bearbeiten" die benötigten Elemente wieder herstellen - natürlich nur wenn sie vorher ein Backup erstellt haben.

Noch ein Tipp, um zu erkennen, von wo die verdächtigen Komponenten kommen: Entweder sind sie gleich gekennzeichnet, z.B. mit den oben erwähnten Namen ("Gator" etc.) oder sie enthalten Namen der jeweiligen installierten Software (z.B. ein Registrierungsschlüssel in dem der Name "Audiogalaxy" vorkommt, wenn man diesen File-Sharer installiert hatte). Dann weiss man meistens sofort bescheid und kann das Element löschen lassen.
Wenn sie aber nicht sofort ein Anzeichen dafür finden, um was es sich handelt, suchen sie in ihrem Computer mit "Start | Suchen | nach Dateien und Ordnern..." nach Begriffen, die in dem gefundenem verdächtigen Element vorkommen - oder ansonsten auch nach der gefundenen Datei selbst.
Hier noch einmal ein Beispiel: Eine verdächtige Datei wird gefunden, sie wissen nicht genau, um was es sich handelt. Suchen Sie nach dem Namen der Datei. Die kann auch z.B. eine Textdatei sein, in der dann der Name von einem File-sharing Programm erwähnt wird. Und prompt wissen Sie, von welcher Software dieses verdächtige Element stammt. Folglich können Sie es dann löschen. Nur wie gesagt: Es ist immer sicherer, vorher ein Backup zu erstellen.

Screenshot Kommen wir zur Vollendung des Vorgangs. Um verdächtige Komponenten zu löschen, versehen sie diese mit einem Häkchen und klicken auf "Weiter".
Wichtig: Der Button "ausnehmen" führt nicht dazu, dass das Ausgewählte gelöscht wird, sondern lässt dieses aussen vor!

Denken Sie daran, vor dem Entfernen der Elemente den Button "Sichern" zu benutzen, um eine Sicherheitskopier der zu entfernenen Elemente zu erstellen.
Screenshot Wenn wir nun auf "Weiter" klicken, müssen wir nur noch die Abfrage bestätigen, und schon ist unser System frei von Addware. Die Sicherheitsabfrage, on man die gewählten Elemente wirklich löschen lassen möchte, lässt sich übrigens in den Optionen deaktivieren, ist aber zu empfehlen, da man sich ja auch immer einmal "verklicken" kann.

Screenshot Falls Ad-aware einige Elemente immer wieder findet, die Sie aber auf jeden Fall behalten möchten und deshalb nicht entfernen lassen, können Sie diese auch in die Liste der "Ausnahmen" addieren. Dies ist zwar nicht zu empfehlen, jedoch nötig, wenn Sie ein Programm installiert haben, dass nicht ohne ein verdächtiges Element läuft und Sie dieses Programm behalten möchten.
Setzen Sie dann die entsprechenden Elemente einfach auf die Liste der Ausnahmen, um bei weiteren Scans dieselben nicht immer manuell ausnehmen zu müssen (indem sie kein Häckchen vor die entsprechenden Elemente setzen). Sie können verdächtige Schlüssel, Cookies usw. zur Ausnahmeliste hinzufügen, indem sie nach dem Scan die gewünschten Elemente mit einem Häckchen versehen und den Button "ausnehmen" anklicken.

Alle Vorgänge werden hinterher als log-Dateien (z.B. "Ad-aware log08-09-02-121857.txt") im Textformat gespeichert. So können Sie sich auch später anschauen, was genau entdeckt wurde, und was Sie gelöscht haben. Die Dateien lassen sich einfach mit einem Text-Editor, z.B. dem Windows-Editor ("Start | Programme | Zubehör | Editor", unter älteren Windows-Versionen heißt der Eintrag hier "Notepad") betrachten. Sie finden sie im Verzeichnis von Ad-aware.

Nach dem ersten Scan, der ihrem Computer von dem bisher angesammelte "gereinigt" haben sollte, können Sie ruhig von Zeit zu Zeit mal wieder einen Scan durchführen lassen. Schaden kann es natürlich nicht!
Im Idealfall sieht das Ergebnis dann so aus:
Screenshot



  Weitere Hinweise
Ad-aware ist übrigens nicht nur als Freeware (kostenlose Version) erhältlich, sondern auch als Ad-aware Plus. Diese Version bietet ihnen dann Zusatzfunktionen, wie z.B. ein Programm, dass Sie im Hintergrund laufen lassen können und das Sie vor verdächtigen Dateien warnt, bevor sie auf Ihren Computer gelangen. Diese Funktion nennt sich "Spyware-monitor-addon". Sicherlich sehr interessant!
Des Weiteren bietet Ad-ware Plus dann zusätzliche Sicherheitsfaktoren, sowie Support (also Hilfestellung bei Problemen) auf Lebenszeit und unbegrenzte freie Upgrades. Somit kann man sich dann nach einer einmaligen Registrierung immer wieder die neuen Versionen von Ad-aware Plus sichern.

Das Ganze können Sie entweder unter "purchase" im Hauptmenu auf http://www.lavasoftusa.com aufrufen, oder finden Sie ausführlich auf Englisch hier. Sie können dort auch aus dem Feld auf der linken Seite, das mit "Language:" gekennzeichnet ist, "Deutsch" wählen und dann auf "Go!" klicken, um eine etwas kürzere Übersetzung auf Deutsch zu erhalten. Ferner sollten Sie die Preise auf "Euro" umstellen, das geht mit dem Feld auf der rechten Seite.

Ad-aware Plus kostet 20,11 Euro (16,09 Euro nur für nicht EU-Einwohner). Entweder kann man sich das Programm dann herunterladen, nachdem man die Zugangsdaten erhalten hat, oder eine CD bekommen.
Zahlung per Kreditkarte und dann Download des Programms - einfacher geht es nicht.
Die Preise könnten sich mit der Zeit geringfügig ändern.

Alle, bei denen Ad-aware häufiger Spyware findet, sollten durchaus über diese Investition nachdenken!

Bei Anregungen, Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen oder einfach nur zur Diskussion benutzen sie bitte das Software-Forum.



Hinweis des Windows-Tipps.de-Teams:
Dies ist der erste Artikel von Thomas Majchrzak auf unserer Seite. Wir hoffen, er gefällt Ihnen. Natürlich ist jede Art von Kritik willkommen, damit die zukünftigen Artikel so lesefreundlich wie möglich werden!


Zurück Zurück zur Übersicht

© Copyright 2000-04 Tim Majchrzak - Impressum
Hinweise zum Copyright und Haftungsausschluss